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 Verhütungsmethoden
siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

15.02.2009 18:50
Sterilisation der Frau Antworten
Für Frauen, die ihre Familienplanung abgeschlossen oder keinen Kinderwunsch (mehr) haben, ist die Sterilisation eine sichere Methode der Empfängnisverhütung. Durch den Eingriff werden die Eileiter verschlossen bzw. zusätzlich durchtrennt. Frauenärzte empfehlen jedoch kinderlosen Frauen, sich keinesfalls vor dem 35. Lebensjahr sterilisieren zu lassen. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass viele früh sterilisierte Frauen diesen Schritt später bereut haben und ihn wieder rückgängig machen wollten.

In Deutschland sind etwa 1,45 Millionen Frauen (8 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter) sterilisiert, im Vergleich dazu aber nur 0,45 Millionen Männer (ca. 2 Prozent aller Männer).

Wie sicher ist eine Sterilisation?

Die Sterilisation ist endgültig. Der Pearl-Index der Tubensterilisation (Tuba = Eileiter) liegt bei 0,1. Dieser Wert gibt die Anzahl der ungewollten Schwangerschaften einer Verhütungsmethode an, wenn 100 Frauen sie ein Jahr lang anwenden. In nur einem von 1000 Fällen versagt also die Sterilisation bei Frauen.
Wo können Sie sich beraten lassen?

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder eine Beratungsstelle und lassen Sie sich informieren, bevor Sie sich für eine Sterilisation entscheiden. Ihr Frauenarzt klärt Sie genau über die Art des Eingriffs und das Risiko auf. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über den Eingriff und die Konsequenzen, überdenken Sie Ihre Motive, wägen Sie die Argumente gut ab und ziehen Sie eventuell andere verhütende Maßnahmen in Erwägung. Die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen - aber im Fall einer Sterilisation ist sie endgültig.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen den Eingriff nur dann, wenn er medizinisch notwendig ist. Ebenso übernehmen die private Versicherungen die Kosten meistens nur, wenn gesundheitsgefährdende Gründe vorliegen.
Wie funktioniert der Eingriff?

Die Sterilisation wird bei Frauen unter Vollnarkose durchgeführt - entweder stationär oder ambulant. Mittels einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) werden beide Eileiter verschlossen. Dies geschieht mit einer Kunststoff- oder Metall-Klammer oder durch Verschweißen mit Hitze (Thermokoagulation). Oft werden die Abschnitte der Eileiter, in denen die Befruchtung mit den Samenzellen stattfindet, zusätzlich durchtrennt. Reife Eizellen können also nicht mehr in die Gebärmutter gelangen. Zeitlich gesehen lässt sich eine Sterilisation auch im Rahmen einer anderen Bauchoperation durchführen, z.B. einem Kaiserschnitt.
Lässt sich eine Sterilisation rückgängig machen?

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Sterilisation einen späteren Kinderwunsch ausschließt. Eine solcher Eingriff lässt sich meist nicht mehr rückgängig machen und sollte daher gründlich bedacht werden.

Zwar ist es medizinisch möglich, nach einer komplizierten mikrochirurgischen Operation oder einer künstlichen Befruchtung schwanger zu werden und Kinder zu bekommen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass sich ein Kinderwunsch in den wenigsten Fällen nach erneuter Operation oder einer anderen Behandlung erfüllen lässt.
Welche Komplikationen können auftreten?

Chirurgen können versehentlich die Bauchfellbänder während der Operation schädigen. Sie verlaufen links und rechts von der Gebärmutter zur seitlichen Wand des kleinen Beckens und enthalten unter anderem Eileiter, Eierstock sowie die Blutversorgung. Sind beide Bauchfellbänder beschädigt, kann eine Unterversorgung der Eierstöcke eintreten; die Hormonproduktion in den Eierstöcken nimmt ab und die Wechseljahre können vorzeitig beginnen.

Weniger folgenschwere Komplikationen sind:

* Eileiterschwangerschaften (sehr selten).
* Stärkere und unregelmäßigere Blutungen.
* Menstruationsbeschwerden.

Was ändert sich nach der Sterilisation?

* Hormonproduktion, Sexualtrieb und Menstruationszyklus sind vom Eingriff nicht betroffen und sind nach der Sterilisation unverändert.
* Die Lust auf Sex wird nicht beeinträchtigt.
* Einige Frauen bemerken sogar ein regelrechtes "Aufblühen" ihrer Lust, weil sie keine Angst mehr vor einer ungewollten Schwangerschaft haben.
* Manche Frauen leiden nach dem Eingriff psychisch unter ihrer Unfruchtbarkeit; es ist daher sehr wichtig, sich für die endgültige Entscheidung ausreichend Zeit zu lassen.

---Alex---

* in der Ruhe liegt die Kraft *

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