Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 398 mal aufgerufen
 Verhütungsmethoden
siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

15.02.2009 18:59
Die Hormonspirale Antworten

Was ist eine Hormonspirale?

Die Hormonspirale (Mirena®) kombiniert zwei Verhütungsmethoden: eine normale Spirale mit Gestagenen. Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort kontinuierlich Gestagen ab. Der Empfängnisschutz besteht ab dem Einsetzen der Spirale und dauert fünf Jahre. Der Pearl-Index liegt bei 0,16. Zum Vergleich: Bei der Pille beträgt er zwischen 0,1 und 0,9.
Für wen eignet sich die Hormonspirale?

Die Hormonspirale eignet sich für Frauen, die keine Östrogene vertragen. Auch das tägliche "an die Verhütung denken" entfällt. Starke und schmerzhafte Monatsblutungen lassen sich mittels einer Hormonspirale lindern. Bei kinderlosen Frauen ist die Hormonspirale jedoch nicht die Methode der Wahl, weil die Gebärmutter zu klein sein kann. Für Frauen mit Gebärmutterveränderungen (Fehlbildungen, gutartige Muskelknoten etc.) eignet sie sich nicht.
Wie wirkt die Hormonspirale?

Die Hormonspirale (Intra-Uterin-System, IUS) ist ein kleines, T-förmiges Kunstoffteil, dessen Inneres mit dem Gestagen Levonorgestrel gefüllt ist.

Der Kunststoffkörper selbst ist schon ein Störfaktor. Er verhindert, dass Spermien zur Eizelle gelangen und sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten kann. Der Kunststoffkörper gibt permanent eine geringe Menge des Gestagens in die Gebärmutter ab. Dies vermindert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Sie wird dünner und bei der Abstoßung vermindert sich auch die Blutung. Außerdem verdickt sich der Schleimpfropf am Gebärmuttereingang. Dadurch können die Spermien nicht oder nur erschwert in den Eileiter gelangen.
Wann wird die Hormonspirale eingesetzt?

Die Spirale wird während einer gynäkologischen Untersuchung eingesetzt. GynäkologInnen verwenden hierfür eine spezielle Einführhülse, mit der sie die Spirale durch den Muttermund in die Gebärmutter schieben. Das Einsetzen der Spirale dauert nur kurz und kann mit einem leichten, wehenartigen Schmerz im Unterleib einhergehen. Sie können ihn lindern, wenn Sie etwa eine Stunde vorher eine schmerzstillende Tablette einnehmen. Die Beckenmuskulatur sollte während des Eingriffs möglichst entspannt sein.

Bei erstmaliger Anwendung wird die Spirale innerhalb von sieben Tagen nach Beginn der Menstruation eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Muttermundkanal etwas geöffnet und eine Schwangerschaft lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Nach einer Geburt sollten Sie sechs Wochen warten, bis sich die Gebärmutter zurückgebildet hat. Eine Schädigung des Säuglings beim Übertritt von Hormonen in die Muttermilch ist nicht bekannt.
Wie verläuft die Behandlung weiter?

Nach dem Eingriff und der nächsten Menstruation müssen Sie oder Ihr Arzt kontrollieren, ob die Fäden korrekt sitzen, mit denen sich die Spirale zurückholen lässt.

In manchen Fällen stößt der Körper die Spirale ab. Überprüfen Sie deshalb die korrekte Lage alle sechs bis zwölf Monate. Während des Geschlechtsverkehrs ist die Spirale nicht zu spüren.

Nach der Entfernung der Spirale ist die Empfängnisbereitschaft schon im ersten Zyklus wieder hergestellt.
Welche Vorteile bietet die Hormonspirale?

* Die Sicherheit ist deutlich größer als bei der herkömmlichen Spirale (0,16 im Vergleich zu 0,9 - 3).
* Stärke und Schmerzen der Blutung nehmen ab, sie kann auch ganz ausbleiben.
* Die Libido ist nur sehr selten gestört.
* Das Risiko einer Eileiterschwangerschaft ist deutlich niedriger als bei Frauen, die nicht verhüten.
* Infektionsschutz: Durch die Gestagen-Wirkung der Hormonspirale bildet sich ein zäher Schleimpfropf im Muttermund, der den Aufstieg von Erregern erschwert.

Welche Nachteile hat die Hormonspirale?

* Sechs bis sieben Prozent der Frauen stoßen die Spirale aus - häufig in den ersten beiden Anwendungsmonaten.
* Beim Einsetzen der Spirale kann es zu Verletzungen kommen.

Weitere Nebenwirkungen sind unter anderem:

* Kopfschmerzen,
* Spannen in der Brust,
* Akne,
* Blutungsunregelmäßigkeiten,
* Gewichtszunahme,
* Wasseransammlungen im Gewebe (Oedeme) oder
* depressive Verstimmungen.

---Alex---

* in der Ruhe liegt die Kraft *

 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor
Datenschutz