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 Verhütungsmethoden
siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

15.02.2009 20:27
Verhütungspflaster Antworten

Das Verhütungspflaster (Evra®) ist ebenso wie der Vaginalring eine Alternative zur Pille. Das Pflaster ist hautfarben und misst 4,5 x 4,5 Zentimeter. Platziert wird es auf Bauch, Oberkörper (außer Brustbereich), Po oder die Außenseite des Oberarms.
Wie sicher ist das Verhütungspflaster?

Der Pearl-Index liegt laut Hersteller bei 0,72 - 0,9. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen, die diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden, ungewollt schwanger werden. Der Empfängnisschutz ist damit annähernd so hoch wie bei der Pille - natürlich nur bei korrekter Anwendung.

Ein Drittel der ungewollten Schwangerschaften trat bei übergewichtigen Frauen mit mehr als 90 Kilogramm Körpergewicht auf; das Verhütungspflaster ist deshalb für diese Frauen nicht empfehlenswert. Ansonsten kann jede Frau, für die auch die Pille geeignet ist, das Pflaster verwenden.
Wie wird das Verhütungspflaster verwendet?

Das Pflaster wird 21 Tage angewendet und alle sieben Tag getauscht. Damit sind drei Pflaster pro Zyklus erforderlich. Die letzte Woche ist "pflasterfrei", hier setzt die Monatsblutung ein.
Wie funktioniert das Verhütungspflaster?

Das Pflaster entfaltet seine empfängnisverhütende Wirkung, sobald es klebt. Sieben Tage lang setzt es kontinuierlich Östrogen und Gestagen frei - 20 Mikrogramm Ethinylestradiol und 150 Mikrogramm Norelgestromin pro Tag. Die Dosierung entspricht einer Mikropille. Über die Haut gelangen die Wirkstoffe in die Blutbahn.

Das Östrogen und vor allem das Gestagen unterdrücken den Eisprung, das Gestagen verhindert zusätzlich die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut. Außerdem verändert Gestagen die Konsistenz des Schleimpfropfs im Muttermund, so dass kaum Spermien in die Gebärmutter gelangen. Die maximale Blutkonzentration erreicht das Östrogen ein bis zwei Tage nach Anwendungsbeginn - das Gestagen braucht etwa fünf Tage.
Was tun, wenn sich das Pflaster löst?

Die so genannte Matrix-Technologie sorgt dafür, dass das Pflaster gut auf der Haut haftet. Hormone und Kleber stecken in der gleichen Schicht und sind zu einem mikrofeinen Gitternetz verwoben. Mit dem Pflaster können Frauen uneingeschränkt baden und duschen, so der Hersteller. Allerdings sollte es nicht in Kontakt mit Kosmetika oder Ölen kommt.

Nach Untersuchungen des Herstellers löst sich nur jedes fünfzigste Pflaster von der Haut. Ist der Kleber ganz oder teilweise von der Haut gelöst, darf es nur dann wieder aufgeklebt werden, wenn es noch von alleine haftet. Eine zusätzliche Fixierung, z.B. mit Heftpflaster, bringt nichts. In diesem Fall muss ein neues aufgeklebt werden.

War das Pflaster für weniger als 24 Stunden abgelöst, bleibt der Empfängnisschutz erhalten. Waren es mehr als 24 Stunden, muss die Anwenderin den laufenden Zyklus beenden und sofort einen neuen Zyklus beginnen. Der Pflasterwechseltag verschiebt sich entsprechend. In den ersten sieben Tagen muss zusätzlich ein mechanisches Verhütungsmittel verwendet werden.
Vorteile des Verhütungspflasters

* Frauen müssen nicht täglich an die Verhütung denken.
* Das Pflaster gibt die Hormone gleichmäßig und konstant ab. Es treten keine "Hormonspitzen" auf und die Verträglichkeit verbessert sich. Die Pilleneinnahme führt dagegen zunächst zu hohen Werten im Blut, die nur langsam absinken.
* Die Hormone werden über die Haut aufgenommen und der Magen-Darm-Trakt umgangen. Um einen Verhütungseffekt zu erzielen, reichen geringere Hormondosen, was wiederum zu einer besseren Verträglichkeit führt. Durchfall oder Erbrechen beeinträchtigen die Schutzwirkung des Pflasters nicht.

Nachteile des Verhütungspflasters

* Bei etwa 20 Prozent der Frauen kommt es zu Hautreizungen.
* Das Pflaster ist relativ groß und damit auch sichtbar. Auch wenn der Farbton an die Haut angepasst ist - manche Frauen empfinden den hautfarbenen Kleber als kosmetisches Problem.
* Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat einen Warnhinweis für das Verhütungspflaster erlassen. Frauen, die Evra® anwenden haben ein höheres Risiko auf eine tiefe Venenthrombose, als Frauen, welche die Pille schlucken. Vermutlich ist die erhöhte Hormonkonzentration die Ursache.

Was müssen Sie beachten?

Viele Antiepileptika und manche Antibiotika beeinträchtigen die Sicherheit hormoneller Verhütungsmittel, weil sie den Abbau der Hormone in der Leber beschleunigen. Frauen sollten hier zusätzliche nicht-hormonelle Verhütungsmittel anwenden, solange sie entsprechende Medikamente (Packungsbeilage beachten!) einnehmen.

---Alex---

* in der Ruhe liegt die Kraft *

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