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 Verhütungsmethoden
siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

15.02.2009 20:31
Microcomputer Antworten

Frauen können nur an acht bis neun Tagen im Monat schwanger werden, viele verhüten jedoch den gesamten Monat. Häufig haben Frauen über viele Jahre die Pille eingenommen, befürchten aber Nebenwirkungen und suchen nach alternativen Verhütungsmethoden. Wichtig ist, dass diese Methoden möglichst sicher und leicht zu handhaben sind. Die Anforderungen sind außerdem, dass sie nicht in die hormonellen Abläufe eingreifen und spontane Sexualität ermöglichen.

Der weibliche Zyklus beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag vor der nächsten Menstruation. Die Zykluslänge variiert in der Regel zwischen 23 und 35 Tagen. Bei einigen Frauen können die Abweichungen auch größer sein oder die Menstruation tritt sehr unregelmäßig auf. Verschiedene Faktoren wie z.B. Stress, Reisen oder Erkrankungen beeinflussen die Länge des Menstruationszyklusses.

Der Eisprung findet etwa 14 Tage vor Beginn der folgenden Menstruation statt. Eine Befruchtung ist nur an den fruchtbaren Tagen rund um den Eisprung möglich. Denn einerseits überleben die Spermien bis zu drei Tage nach dem Geschlechtsverkehr. Andererseits ist das Ei bis zu 24 Stunden befruchtungsfähig.

Die etwa handgroßen Mikrocomputer arbeiten nach zwei verschiedenen Prinzipien: Sie messen die Hormonkonzentration im Urin oder bestimmen die Körpertemperatur am Morgen (Basaltemperatur). Aus diesen Daten werden die fruchtbaren Tage berechnet und auf einem Display angezeigt. Je mehr Monatszyklen ein Verhütungscomputer erfasst, um so genauer werden die Berechnungen.
Homone messen

Körpereigene Hormone bestimmen den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit. Besonders wichtige Hormone sind Östrogen und das Luteinisierende Hormon (LH).

Zuerst muss die Frau den ersten Zyklustag (erster Tag der Blutung) in den Mikrocomputer (z.B. Persona) eingeben. Im Display des Computers lässt sich ablesen, wann die Hormontests gemacht werden müssen. An den entsprechenden Tagen träufelt die Frau ihren morgendlichen Urin auf ein Teststäbchen und legt dieses in den Computer. Dieser misst die Veränderung der Hormonkonzentrationen im morgendlichen Urin und bestimmt anhand der Daten den Beginn und das Ende der fruchtbaren Phase.

Der Anstieg der Östrogenkonzentration einige Tage vor dem Eisprung signalisiert dabei den Beginn der fruchtbaren Phase. Das Hormon LH löst den Eisprung aus, der in der Regel 24 bis 36 Stunden nach dem LH-Anstieg stattfindet. Die Eizelle ist maximal 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtungsfähig. Der Computer registriert den Anstieg der LH-Konzentration und berechnet daraus das Ende der fruchtbaren Phase. Der Computer berücksichtigt auch, wie lange die Spermien lebensfähig sind.
Wie sicher ist die Hormonmessung?

Bei korrekter Anwendung liegt der Pearl-Index bei 5. Der Wert entspricht der Anzahl ungewollter Schwangerschaften pro Jahr bei 100 Frauen, die mit dieser Methode verhüten. Die Hormonmessung ist also nur für Frauen geeignet, die eine Schwangerschaft nicht prinzipiell ausschließen. Manche Frauen bestimmen damit auch den günstigsten Zeitpunkt für eine Befruchtung.

Frauen, die auch an den fruchtbaren Tagen nicht auf Geschlechtsverkehr verzichten wollen, sollten zusätzlich mechanisch verhüten, z.B. mit Kondom oder Pessar.
Für wen eignet sich die Hormonmessung nicht?

Die Methode ist in folgenden Fällen nicht geeignet:

* Bei unregelmäßigem Alltag (z.B. Schichtdienst), da der Urin immer zur gleichen Zeit bestimmt werden sollte.
* In der Stillzeit.
* Bei gleichzeitiger Einnahme von fruchtbarkeitsfördernden Arzneimitteln oder einer Hormonbehandlung in den Wechseljahren.
* Bei Leber- und Nierenerkrankungen.
* Für Frauen, die in die Wechseljahre kommen.

Temperatur messen

Temperatur-Computer erleichtern die Basaltemperaturmethode und erübrigen das Protokollieren der Daten. Sie arbeiten nach folgendem Schema:

* Kurz nach dem Eisprung steigt die Körpertemperatur um etwa 0,5 Grad Celsius an.
* Vor dem Aufstehen misst die Frau ihre Körpertemperatur (oral, 30 Sekunden bis zwei Minuten) mit einem Messfühler, der an den Computer angeschlossen ist. Ein akustisches Signal zeigt das Ende der Messzeit, der Computer wertet die Daten aus.
* Er gibt grünes Licht an unfruchtbaren Tagen, während rotes Licht vor einer möglichen Schwangerschaft warnt.

Wie bei der Basaltmeperatur- und der Rötzermethode (Symptothermale Methode) muss die Körpertemperatur immer zur gleichen Zeit gemessen werden.
Wie sicher ist die Temperaturmessung?

Der Pearl-Index liegt bei 2. Frauen, die eine Schwangerschaft ausschließen wollen, sollten zusätzlich mechanische Verhütungsmethoden (z.B. Kondom, Pessar) anwenden.
Wann funktioniert die Temperaturmessung nicht?

Nicht geeignet ist der Temperatur-Computer für Frauen, die:

* gerade entbunden haben, stillen oder Hormone einnehmen.
* die Pille abgesetzt haben. Sie sollten erst zwei Menstruationszyklen abwarten, bevor sie mit der Computermessung beginnen.
* wenig schlafen, unter fiebrigen Erkrankungen oder psychischem Stress leiden, Alkohol oder Schmerzmittel einnehmen.

Es gibt noch eine Reihe anderer Faktoren, welche die morgendliche Temperatur beeinflussen können.
Atemluft verrät Empfängnisbereitschaft

Der Verhütungscomputer von Morgen misst ein bisher ungenutztes Körperanzeichen der Empfängnisbereitschaft: den Kohlendioxid-Gehalt in der Atemluft. Denn zwei bis drei Tage vor dem Eisprung sinkt der Kohlendioxid-Gehalt im Blut, was sich in der Atemluft messen lässt. Die biologische Ursache dieser Veränderung liegt vermutlich darin, dass der Embryo sofort ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, sobald er sich in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Die Anwenderinnen müssen nur mehrmals täglich in das Gerät blasen und können später auf dem Display ablesen, in welcher Phase des Zyklus sie sich befinden. Prof. Ludwig Wilt, Endokrinologe an der Frauenklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, entwickelte einen Verhütungscomputer, der auf diesem Prinzip beruht. Das Gerät ist jedoch noch nicht auf dem Markt erhältlich.

---Alex---

* in der Ruhe liegt die Kraft *

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