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 Verhütungsmethoden
siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

15.02.2009 20:33
Chemische Verhütungsmittel - Salben - Cremes - Gele Antworten

Als Salben, Cremes, Gels, Schaumsprays, Zäpfchen oder Schaumzäpfchen sind sie in Deutschland erhältlich. Chemische Verhütungsmittel müssen mindestens zehn Minuten vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden - und zwar möglichst nah an den Muttermund. Erst dort entfalten sie die verhütende Wirkung, die übrigens nur für einen Samenerguss anhält.
Wie sicher sind chemische Verhütungsmittel?

Chemische Verhütungsmittel sind nicht als alleinige Verhütungsmethode empfehlenswert. Der Pearl-Index schwankt zwischen 3 und 21 - je nach Präparat. Der Index gibt an, wie viele von 100 Frauen, die ein Jahr lang mit dieser Methode verhüten, ungewollt schwanger werden. Zum Vergleich: Die "Pille" besitzt einen Pearl-Index zwischen 0,1 bis 0,9 - ist also wesentlich sicherer.

Der Pro-Familia-Bundesverband empfiehlt, chemische Verhütungsmittel mit Kondom oder Pessar zu kombinieren. Auch das Lea Contraceptivum oder der Verhütungsschwamm werden mit chemischen Verhütungsmitteln angewendet. In den meisten Fällen eignen sich nur wasserlösliche, chemische Verhütungsmittel. Präparate auf Öl- oder Fettbasis können die Gummiwand angreifen und sie für Spermien durchgängig machen. Beachten Sie deshalb die Packungsbeilage.
Wie wirken chemische Verhütungsmittel?

Die meist wachs- oder gelartigen Substanzen schmelzen durch die Körperwärme und verwandeln sich in der Scheide in einen zähen Schleim oder Schaum. Dieser wirkt als Barriere für Spermien. Zudem enthalten chemische Verhütungsmittel eine oder mehrere der folgenden Substanzen:

* Spermizide (z.B. Nonoxynol-9): Diese Substanzen töten Spermien ab.
* Säuren (z.B. Milchsäure, Zitronensäure): Sie hemmen die Beweglichkeit der Spermien.

Beachten Sie, dass die samenabtötenden Wirkstoffe immer nur für einen Samenerguss ausreichen.
Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die eingesetzten Chemikalien können diverse Nebenwirkungen entfalten. Manche Frauen spüren ein Wärmegefühl und ein unangenehmes Brennen, ausgelöst durch eine Schleimhautreizung. Es kann auch zu allergischen Reaktionen kommen. Wer für Scheideninfektionen anfällig ist, sollte gänzlich auf chemische Verhütungsmittel verzichten.

Die eingesetzten Chemikalien reizen häufig die Schleimhäute und erhöhen damit die Infektionsgefahr. Eine Studie der Vereinigte Nationen (UN) ergab, dass sich Frauen, die chemische Verhütungsmittel mit dem Wirkstoff Nonoxynol-9 benutzen, deutlich häufiger mit dem HI-Virus infiziert haben. Vermutlich kann das HI-Virus über die gereizten Schleimhäute leichter in den Körper eindringen.

---Alex---

* in der Ruhe liegt die Kraft *

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