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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 566 mal aufgerufen
 Kinderkrankheiten
siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

16.02.2009 18:12
Ringelröteln Antworten

Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind eine durch Tröpfcheninfektion übertragene, relativ seltene Viruserkrankung, die meist im Kindesalter vorkommt.

Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Abgeschlagenheit und Fieber kommt es zu einem typischen girlandenförmigen Hautausschlag (Exanthem). Komplikationen sind selten. Ein spezifisches Medikament zur Behandlung der Ringelröteln gibt es nicht; in der Regel klingt der Ausschlag nach zehn bis zwölf Tagen von alleine ab.

Ringelröteln werden durch Tröpfcheninfektion mit dem humanen Parvovirus B 19 übertragen. Die Vorbeugung beschränkt sich darauf, den Kontakt zu infizierten Personen zu vermeiden.

Als Ringelröteln (Erythema infectiosum) bezeichnet man eine durch Viren ausgelöste Erkrankung, die meist im Kindesalter auftritt. Ringelröteln sind durch einen charakteristischen Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet. Wie auch bei anderen Virusinfektionen, die häufig im Kindesalter auftreten – zum Beispiel Röteln oder Masern – besteht nach einmal durchgemachten Ringelröteln ein langfristiger, teilweise auch lebenslanger Schutz vor einer erneuten Infektion mit demselben Virus.
Häufigkeit

Von Ringelröteln sind bevorzugt Klein- und Schulkinder betroffen. Ungefähr alle fünf Jahre werden so genannte Kleinraumepidemien beobachtet, das heißt, dass innerhalb einer Gruppe mehrere Erkrankungsfälle gleichzeitig auftreten. Da Ringelröteln nur relativ selten vorkommen, ist die erwachsene Bevölkerung nicht komplett immun.

Ursache der Ringelröteln ist eine Infektion mit dem humanen Parvovirus B19 aus der Familie der Parvoviridae. Dieses Virus besteht aus einsträngiger DNA und besitzt keine Außenhülle. Es vermehrt sich in den erythropoetischen Zellen des Knochenmarks, das heißt in den Vorläuferzellen der Erythrozyten (rote Blutkörperchen).

Übertragen wird das Ringelröteln-Virus über Tröpfcheninfektion bei engem Kontakt zu einem Erkrankten. Eintrittspforte sind die Schleimhäute der Atemwege. Eine Ansteckungsgefahr besteht in der Zeit zwischen Infektion und Auftreten des typischen Hautausschlags, allerdings ist die Ansteckungskraft des Infizierten gering. Die Inkubationszeit, das heißt die Dauer von Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, beträgt etwa vier bis 14 Tage.

Bei Ringelröteln können zwei aufeinander folgende Stadien der Erkrankung unterschieden werden:
Stadium der Virusvermehrung

Nach Ablauf der Inkubationszeit kommt es über einen Zeitraum von etwa einer Woche zur Vermehrung des Virus im menschlichen Organismus. Dieses Erkrankungsstadium verläuft meist ohne Symptome. In manchen Fällen können jedoch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auftreten.
Exanthemstadium

Das Exanthemstadium der Ringelröteln beginnt im Anschluss an das Stadium der Virusvermehrung mit einem leichten Fieber, das oft nur zwei bis drei Tage anhält. Anschließend bildet sich das charakteristische Exanthem aus.

Im Gesicht beginnend kommt es zu einer diffusen, juckenden Rötung von Wangen und Nasenwurzel, wobei das Kinn, die Lippen und die knorpeligen Anteile der Nase von dieser Verfärbung ausgespart bleiben. Die Form des Ausschlags ähnelt einem Schmetterling. Nach einem Tag breitet sich das Exanthem girlandenförmig vom Gesicht auf die Streckseite der Extremitäten, also der Arme und Beine, und das Gesäß aus. Auch der Körperstamm kann betroffen sein.

Anfänglich hat das Exanthem bei Ringelröteln ein masernähnliches Bild. Durch eine zentrale Abblassung bilden sich aber schnell die charakteristischen ring- beziehungsweise girlandenförmigen Figuren. Der Ausschlag kann über einen Zeitraum von einer bis sieben Wochen anhalten, wobei sowohl die Stärke als auch die Ausdehnung ständig variieren. Neben dem Exanthem treten häufig Gelenkschmerzen auf.

Die Diagnose der Ringelröteln wird klinisch anhand des charakteristischen Ausschlags gestellt. Fehlt dieses Exanthem oder zeigt es ein untypisches Muster, können ab dem zehnten Erkrankungstag spezifische Antikörper (Anti-B19-IgM) nachgewiesen werden. Als Zeichen einer bereits durchgemachten Erkrankung sind Wochen bis wahrscheinlich Jahre nach der Infektion IgG-Antikörper nachweisbar.

Bei Schwangeren mit einer Ringelröteln-Infektion werden Ultraschalluntersuchungen sowie eine Bestimmung des Alpha-Fetoproteins durchgeführt, um eine mögliche Gefahr für das Kind zu erkennen.

Wie bei den meisten Virus-Erkrankungen steht bei Ringelröteln ein spezifisches Medikament bisher nicht zur Verfügung. Halten Fieber beziehungsweise Muskel- oder Gelenkschmerzen länger an, sollte der Betroffene Bettruhe einhalten.

Außerdem können gegen einzelne Symptome Schmerzmittel, Antihistaminika oder Mittel gegen den Juckreiz eingesetzt werden.

Bei einer Infektion des ungeborenen Kinds während der Schwangerschaft kann eine so genannte intrauterine Austauschtransfusion notwendig werden. Dabei wird von außen, also über eine Punktion der Nabelschnurgefäße durch die Bauchdecke der Mutter, das Blut des Kinds ausgetauscht.

Ringelröteln können bis zu mehrere Wochen andauern. Die Rötungen klingen in der Regel nach zehn bis zwölf Tagen ab. Da die Haut danach oft schuppig ist, ist unter Umständen für einige Wochen eine intensivere Pflege erforderlich.
Komplikationen

Komplikationen bei Ringelröteln sind sehr selten. Sie können bei Erkrankten mit einer chronisch-hämolytischen Anämie, also einer Blutarmut aufgrund der Zerstörung der Erythrozyten, auftreten. Infolge des Virusbefalls der Vorläuferzellen der Erythrozyten im Knochenmark kann es bei diesen Personen zur aplastischen Krise kommen. Dies bedeutet eine schwerwiegende Störung der Bildung der Erythrozyten, deren Anzahl im Blut durch die vorbestehende Anämie schon stark reduziert ist.

In allen Stadien der Schwangerschaft kann eine Infektion der Mutter mit dem Ringelröteln-Virus bei dem Ungeborenenr zum Hydrops fetalis führen, das heißt zum Tod des Kinds infolge der gestörten Bildung der roten Blutkörperchen. Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen in den Körperhöhlen und im Gewebe (Ödeme), die häufig mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) einhergehen. Im Gegensatz zu einer Infektion mit dem Rötelnvirus sind bisher sind keine angeborenen Missbildungen durch eine Infektion mit dem Parvovirus B19 bekannt geworden.
Prognose

Die Prognose der Ringelröteln ist, wenn keinerlei Komplikationen auftreten, sehr gut. Eine Ringelröteln-Infektion kann nur im Zusammenhang mit den beschriebenen Komplikationen tödlich verlaufen, wobei hier besonders die Komplikationen während der Schwangerschaft zu berücksichtigen sind.

Ringelröteln kann nur durch vorgebeugt werden, indem infizierte Personen gemieden werden. Da die Erkrankung in der Regel komplikationslos verläuft, ist eine entsprechende Prophylaxe nur bei bestimmten Personengruppen, insbesondere bei Schwangeren, notwendig.

---Alex---

* in der Ruhe liegt die Kraft *

Mimilein Offline

Newborn

Beiträge: 7

25.02.2009 21:38
#2 RE: Ringelröteln Antworten

Nina hatte auch schon die Ringelröteln...

siebenkindermama Offline

Kleinkind


Beiträge: 185

27.02.2009 20:36
#3 RE: Ringelröteln Antworten

Veronika auch erst vor Kurzem, aber ist eigentlich beschwerdefrei abgelaufen, und ansteckend ist
es ja auch nicht mehr, wenn der Ausschlag mal sichtbar ist

---Alex---
und die sieben Zwerge

* in der Ruhe liegt die Kraft *

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